Lindenhonig ist purer Genuss

Die Linde, dieser stattliche, vielbesungene Blütenbaum, gilt schon lange als ganz besonderer Freund des Menschen. Bei den Germanen war sie Freya, der Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit geweiht. Als Gerichts- und Dorflinde spielte sie im Zusammenhang mit Weisheit eine große Rolle. Ihre Blütezeit fällt in den Hochsommer. Es gibt etwa 25 Lindenarten, Bäume und Sträucher. Diese sind mit herzförmigen Blättern ausgestattet und weisen gelbliche, honigreiche Blüten in Trugdolden auf. Die Blüten eignen sich auch hervorragend zum Aufguss eines aromatischen Tee's. Das Holz wird gern für den Bau von Möbeln und Schnitzereien verwendet. Der Rindenbast zu Flechtwerk. Die Sommerlinde kann bis zu 40 m hoch wachsen und hat eine lockere Krone mit kleinen Blättern.

An langen Sommerabenden duften und honigen ihre hängenden gelben Blütensträußchen über den Sonnenuntergang hinaus. Lindenblüten sind die einzigen Blüten, die noch am Abend von Bienen besucht werden. So wie im Lindenblütentee, entfaltet sich auch im Lindenhonig die beruhigende und durchwärmende Wirkung.