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Kandierung

Wie wir alle wissen, enthält der Honig Traubenzucker. Dieser setzt nun einen natürlichen Kristallisationsprozess in Bewegung, den die Imker "Kandierung" nennen. Bei den einzelnen Honigsorten dauert dieser Prozess unterschiedlich lange und ist vom Verhältnis des Traubenzuckers zu den anderen Zuckerarten abhängig. Bereits nach wenigen Tagen können Löwenzahnhonig und Rapshonig kandieren. Akazienhonig oftmals erst nach einigen Jahren. Waldhonig benötigt ein paar Monate zum kandieren und bleibt dann oftmals zähflüssig. Nun haben wir aber die Möglichkeit, durch ganz bestimmte Maßnahmen die Konsistenz, die der Honig durch das Kandieren erhält, zu beeinflussen. Sicherlich ist Ihnen auch schon mal ein Honig untergekommen, der so fest war, dass er sich nicht mehr streichen ließ. - Durch Rühren während des Kristallisationsprozesses führen wir eine feincremige, gut streichfähige Bündelung herbei. Es gibt auch noch die Möglichkeit, den Honig zu impfen. Bei dieser Methode fügen wir dem noch flüssigen Honig ein geringes Volumen feinkristallinen Honigs zu und erreichen somit eine feinkörnige Kandierung.

Wollen wir bereits kandierten Honig wieder verflüssigen, müssen wir ihn erwärmen und so die Kristalle zum Schmelzen bringen. Hierbei ist peinlichst darauf zu achten, dass eine Temperatur von 40°C nicht überschritten wird, da wir sonst bereits von einer Überhitzung sprechen, bei der biologisch wichtige Inhaltstoffe verloren gehen. Auch kann unser Honig nach Überhitzung nicht mehr als naturbelassen gelten, da sich chemische Veränderungen vollzogen haben. Sollten Sie mal einen Honig haben, der nicht mehr kandiert, kann dies ein Hinweis auf unerlaubte chemische Zusätze bzw. Wärmeschädigung sein.


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