Akazienhonig
Die Akazie, auch falsche Akazie oder Scheinakazie genannt, ist botanisch richtig eine Robinie. Die Bezeichnung Akazienhonig hat sich jedoch so sehr eingebürgert, daß eine andere Deklaration zu Irrtümern führen würde. Im 17. Jahrhundert aus Nordamerika eingeführt, fand die Akazie in ganz Europa schnelle Verbreitung. In ausgedehnten Beständen findet man sie in Frankreich und im osteuropäischen Raum. Ihre schönen, weißen, in hängenden Trauben angeordneten Blüten sondern sehr viel Nektar ab, sie eignet sich vorzüglich als Bienentrachtpflanze.
Öffnet man ein Glas Akazienhonig, so entströmt ihm der milde feine Duft eines blühenden Akazienbaumes. Ein sehr heller, fast wasserklarer Honig, der sich Dank seiner flüssigen Konsistenz und seines milden Aromas hervorragend zum süßen kalter Speisen sowie Tee und Kaffee eignet. Dieser Honig ist sehr reich an Fruchtzucker (bis zu 60 %), daher bleibt er lange flüssig, oft kandiert er erst nach einigen Jahren. Wir beziehen ihn hauptsächlich aus Rumänien und Ungarn, dem Land der Akazienwälder. Dort ist die Akazie die Haupttrachtpflanze und somit die Basis der Imkerei. Hier trifft man neben der weißblühenden auch noch eine rosablühende Akazie an.

